Das Turiner Grabtuch

Das Turiner Grabtuch

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Das Turiner Grabtuch


Art.Nr.: 2534

EAN: 9783766625342


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- Das faszinierende Turiner Grabtuch in neuer Sicht 
- Vertiefende spirituelle Deutung und Erkenntnisse

  Mehr Details

Auflage: 1
Umfang (Seiten): 240
Format: 22 x 14 cm
Inhalt: gebunden, mit Schutzumschlag und Lesebändchen, Einband - fest (Hardcover), Einbandart: gebunden, mit farbigem Bildteil und
zahlreichen SW-Abbildungen
Programmsparte: Sachbuch
Autor: Stühlmeyer, Barbara

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Produktbeschreibung

Das Turiner Grabtuch

„Glauben zum Anfassen“? 

Am Turiner Grabtuch scheiden sich die Geister: Leidenschaftliche Glaubensbekenntnisse, Skepsis und Polemik erschweren oft die nüchterne
Bestandsaufnahme von Fakten. Das Buch bietet einen seriösen Überblick über die neuesten Forschungsergebnisse. So gibt es z. B. handfeste Beweise dafür, dass das Grabtuch definitiv nicht aus dem Mittelalter stammen kann. Darüber hinaus
erzählt das Buch von den vielen Begegnungsgeschichten, den Blickwechseln mit dem Mann auf dem Tuch. Die Rezeptionsgeschichte des Turiner Grabtuches zeugt von bohrenden Fragen, suchendem Zweifel und wissenschaftlichen Irrtümern. Sie
lädt dazu ein, mit allen Sinnen zu glauben.

Barbara Stühlmeyer
, geb. 1964, studierte Kirchenmusik, Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie. Sie arbeitet als Journalistin und schrieb mehrere historische Biografien, Kinder- und Sachbücher.

Karl Braun, Dr. iur. can, geb. 1930, war Bischof von Eichstätt und Erzbischof von Bamberg. Die innere Erneuerung der Kirche ist ihm ein besonderes Anliegen.


Liebe Leserinnen und Leser,

man wird nicht oft von Autoren ganz persönlich angesprochen, aber wir machen hier, auf der Homepage des Verlages unseres Buches über das Turiner Grabtuch eine Ausnahme. Der Grund: das Grabtuch von Turin ist, wie Papst Benedikt XVI. es in kluger Zurückhaltung genannt hat, eine Ikone des Antlitzes Christi. Zugleich aber ist es auch ein überaus umstrittenes Forschungsobjekt.

Diejenigen, die sich mit ihm beschäftigen, geraten oft in heftige, auch emotional geführte Debatten über die Richtigkeit der Deutung einzelner Forschungsergebnisse. Die aber kann man nicht immer mit letzter Sicherheit feststellen, ebenso wenig wie die Echtheit des Tuches selbst bislang bestätigt noch bestritten werden kann. Denn oft geht es hier um Thesen hinsichtlich von Fundstücken wie Abbildungen in Codices, Münzen oder Abdrücke auf dem Tuch, bei denen verschiedene Auslegungen jeweils eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen können.

Unsere Monografie über das Grabtuch enthält auf der Grundlage sorgfältiger Recherchen einen Überblick über die aktuellen Fakten. Es erzählt von der Faszination, die Menschen dazu brachte, sich immer wieder neu mit dem Tuch zu beschäftigen. Weil es dabei im Kern um die Verehrung Jesu Christi geht, haben wir das, was wir Ihnen über die Sindone vermitteln, kontextualisiert und die Geschichte der Jesusreliquien, der Bilderverehrung und die musikalische Rezeption mit einbezogen. Unsere Darstellung ist nicht nur faktenorientiert, sondern auch ein spirituelles Lesebuch, das dazu einlädt, sich tiefer mit demjenigen zu beschäftigen, den das Tuch, wie wir glauben, abbildet.

In unserem Buch präsentieren wir Ihnen unter anderem einen Überblick über die vorhandene Literatur. Darunter sind nicht nur wissenschaftliche Fachbücher, denn wir möchten dieses uns wichtige Thema allen Menschen anbieten, auch und vor allem jenen, die sich ihm als Glaubende nähern möchten.

Dieser Ansatz wird von einigen, die sich mit dem Grabtuch beschäftigen, nicht für richtig gehalten. Kritik ist uns immer willkommen, niemand ist ohne Fehler. Sofern Kritik aber in unsachlicher Form vorgetragen wird, fehlerhaft ist und mit Unterstellungen arbeitet, behalten wir uns vor, korrigierend darauf zu reagieren.

Daher finden Sie im Folgenden eine Richtigstellung der in einer Rezension von Karlheinz Dietz in der FAZ vom 6. November 2018, Seite 10, enthaltenen Fehldarstellungen.

Herr Dietz schreibt, dass „Barbara Stühlmeyer und Karl Braun … vom profunden Rat und den inspirierenden Impulsen eines emeritierten Erzbischofs unterstützt“ worden wären. Er erweckt so den Eindruck, außer uns hätte im Hintergrund noch ein weiterer, ungenannter emeritierter Erzbischof am Manuskript mitgearbeitet. Dies ist nicht der Fall und spricht, da der entsprechende Passus in unserem Vorwort eindeutig und unmissverständlich formuliert ist, nicht für eine sorgfältige lectio sine ira et studio.

Herr Dietz beklagt weiter das Fehlen einer Fotografie vom gesamten Grabtuch – sowohl vom Positiv wie vom Negativ. Ein Foto des Replikats der Komplettansicht des Grabtuches aus der Wanderausstellung der Malteser befindet sich im Abbildungsblock nach Seite 64. Ein Abdruck des Antlitzes als Negativ (Original) und Positiv (Foto) befindet sich im Abbildungsblock nach Seite 144. Eine weitere Abbildung des Antlitzes in Schwarzweißdruck befindet sich auf Seite 27 im Fließtext. Sollte der Rezensent diese Abbildungen bei seiner Lektüre übersehen haben?

Die Rezension unterstellt, wir hätten behauptet, das Lendenblut stamme sowohl aus der Herzwunde als auch von der Transportfessel. Das ist nicht korrekt. Wir stellen auf Seite 36 unseres Buches dar, dass aufgrund der punktförmigen Blutspuren im Lendenbereich vermutet wird, dass der Gekreuzigte eine solche Fessel getragen hat. Diese Vermutung ist unabhängig davon, dass die erwähnten Visionärinnen dies in ihrer jeweiligen Schau so gesehen haben, was im Text auch so ausgesagt ist.

Viele der Vorwürfe, die Karlheinz Dietz erhebt, wie ‚Verkürzung von Hypothesen, deren Darstellung als Überlieferung und die aus Unkenntnis erfolgte Verkehrung der Quellen in ihr Gegenteil‘ belegt er nicht.

Unabhängig von diesen Fehldarstellungen arbeitet der Rezensent in seinem Text mit einer Reihe von Vorannahmen. Er unterstellt beispielsweise, dass Bücher für Jugendliche, wie das Grabtuchbuch von Michael Hesemann nicht zitierbar seien. Wir halten das für falsch. Unser Buch ist keine wissenschaftliche Facharbeit. Daher geht es bei den Nachweisen um die Richtigkeit der zitierten Fakten und nicht um die Adressaten, an die beispielsweise das lesenswerte Buch von Herrn Hesemann gerichtet ist.

Wir haben die relevante Fachliteratur zum Grabtuch gelesen und vieles davon zitiert, darunter auch das ausgezeichnete Buch „Das Christusbild“, dessen Mitherausgeber Karlheinz Dietz ist. Deshalb verwahren wir uns entschieden gegen den Vorwurf, vorwiegend „fromme und populärwissenschaftliche Quellen“ verwendet zu haben oder „‘Fakten‘ bestenfalls aus zweiter Hand“ zu kolportieren. Aber wer sich mit dem Grabtuch beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es wenig sinnvoll ist, nur einer Linie der Forschung zu folgen, wie es Karlheinz Dietz beispielsweise im Hinblick auf das Tuch von Manopello in seinem Symposionsband tut, oder nur die Bücher zu konsultieren, die von einer bestimmten Gruppe von Forschern präferiert wird und die mithin die eigene Meinung bestätigen. Es ist vielmehr wichtig, das gesamte Spektrum der Debatte wahrzunehmen, denn in ihm spiegelt sich, wie übrigens auch in den von Herrn Dietz geschmähten Romanen über das Grabtuch ein Stück Rezeptionsgeschichte. Man muss die diesen Büchern zugrundeliegenden Thesen, Vorannahmen und Schlussfolgerungen nicht billigen, es ist aber wichtig, sie zur Kenntnis zu nehmen.

Hinsichtlich des Grabtuches gibt es eine besondere Fülle von Fakten und Deutungen, die sich nicht selten widersprechen. Jeder Autor wird sich hier an der einen oder anderen Stelle entscheiden müssen, welcher Lesart er folgt, und welche Fakten er referiert. Das ruft dann automatisch den Widerspruch derjenigen hervor, die anderer Ansicht sind oder eine andere Auswahl getroffen haben. Auch wir haben uns an einigen Stellen für eine bestimmte Deutung entschieden und natürlich können wir nicht alle einzelnen Forschungsergebnisse im Detail wiedergeben, denn dann müssten wir eine Buchreihe zum Grabtuch edieren, was nicht unser Ansinnen ist. Im Endeffekt aber kommt es uns auf diese für Wissenschaftler, die sich forschend mit dem Grabtuch auseinandersetzen, aus gutem Grund so wichtigen Bewertungen einzelner Fundstücke nicht an. Deshalb werden wir, wie bisher schon, auch in Zukunft in keinen Diskurs über die Deutung von Münzen, möglicher Schriftzeichen, Pollenfunde oder die Radiokarbondatierung eintreten.

Uns geht es in erster Linie um den, den wir im Grabtuch dargestellt sehen. Deshalb haben wir auch Einblicke in die Verehrungsgeschichte der Veronika gegeben und präsentieren Bildmaterial, das diese nachvollziehbar macht und Menschen, die sich mit dem Tuch beschäftigt haben, ein Gesicht gibt. Dass viele dieser Bilder kostenlos sind, von ihren Erstellern unserem Gemeinwesen also unentgeltlich zur Verfügung gestellt, mithin geschenkt worden sind, halten wir im Gegenteil zum Rezensenten nicht für einen Nachteil oder gar für ein Anzeichen „oberflächlichen, ja gerade achtlosen [Umgangs] mit diesem einzigartigen Relikt“, wie Herr Dietz es uns vorwirft. Es entwertet ein Bild nicht, wenn es einem zum Geschenk gemacht wird.

Unser Konzept eines sowohl informativen als auch als spirituelles Lesebuch nutzbaren Buches ist für den Rezensenten offenbar nicht nachvollziehbar. Folgt er dem Denkmodell jener Wissenschaftlergeneration, für die Glauben unvereinbar mit Forschung ist? Dies wäre ein Standpunkt, der im englischsprachigen Bereich nie geteilt wurde und hierzulande spätestens seit der Jahrtausendwende als überholt gilt. Wir persönlich haben den Eindruck, dass heute gerade die Mischung aus Sachinformationen, Begegnungsgeschichten und spiritueller Deutung gefragt ist. Deshalb haben wir uns für die von uns gewählte Form der Darstellung entschieden.

Wir hoffen, dass unser Buch Ihr Interesse findet und Sie sich beim Lesen gut unterhalten fühlen. Wenn Sie darüber hinaus Impulse für Ihren Glauben empfangen würden, wäre uns dies eine besondere Freude.

Barbara Stühlmeyer, Karl Braun

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